Az. XVII - 1/75 (S)

Der Düsseldorfer Majdanek-Prozess, die deutsche Justiz und die NS-Verbrechen

Eine Veranstaltungsreihe vom 20. September bis zum 4. Oktober 2018

 

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf und die Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf erinnern in Kooperation mit dem Erinnerungsort Alter Schlachthof der Hochschule Düsseldorf, der Black Box - Kino im Filmmuseum Düsseldorf und der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen und einer Filmvorführung an den sog. Majdanek-Prozess vor dem Landgericht Düsseldorf (1975 - 1981).

 

Programm:

Donnerstag, 20. September 2018, 18 Uhr:

Auftaktveranstaltung

Peter Biesenbach MdL, Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen, eröffnet die Veranstaltungsreihe.

Dr. Markus Roth, stellvertretender Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur der Universität Gießen, führt unter dem Titel „Das KZ Lublin-Majdanek als historischer Ort“ in die Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Lublin-Majdanek ein. Anschließend spricht Prof. Dr. Ingo Müller, em. Professor für Straf-  und Strafprozessrecht und Verfasser des Buchs „Furchtbare Juristen“, zum Thema „Nachkriegsjustiz und Drittes Reich“.

Ort: Erinnerungsort Alter Schlachthof, Münsterstraße 156, Gebäude 1, 40476 Düsseldorf

 

Montag, 24. September 2018, 18 Uhr:

Die neuere Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Beihilfe zum Mord durch Dienst in Konzentrationslagern

Vortrag von Jan Gericke, Richter am Bundesgerichtshof

Ort: Landgericht Düsseldorf, Werdener Straße 1, 40227 Düsseldorf

 

Mittwoch, 26. September 2018, 18 Uhr:

Das Scheitern der Strafverfolgung von NS-Verbrechen in Deutschland - Die deutsch-deutsche Entwicklung seit 1945 im historischen Verlauf

Vortrag von Dr. Klaus Bästlein, Referent beim Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und Vorstandsmitglied der niederländischen Stiftung zur wissenschaftlichen Untersuchung von NS-Verbrechen

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Mühlenstraße 29, 40213 Düsseldorf

 

Donnerstag, 27. September 2018, 18 Uhr:

Antisemitismus und Strafrecht heute

Vortrag von Prof. Dr. Thomas Fischer, Vors. Richter am Bundesgerichtshof a.D., Kolumnist und Verfasser des Standard-Kommentars zum Strafgesetzbuch

Ort: Staatsanwaltschaft Düsseldorf, Fritz-Roeber-Straße 2, 40213 Düsseldorf

 

Montag, 1. Oktober 2018, 18 Uhr:

Protest auf der Mühlenstraße! - Der Majdanek-Prozess und die Düsseldorfer

Podiumsdiskussion mit Düsseldorferinnen und Düsseldorfern über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Majdanek-Prozess: Martin Volkenrath (damals bei den „Falken“), Jürgen Schuh (VVN BdA), Michael Hein (Stadtjugendring), Klaus Reuter (Gewerkschafter) und Rita Hirlehei (damals Schülerin); Moderation: Michael Serrer (Literaturbüro NRW)

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Mühlenstraße 29, 40213 Düsseldorf

 

Mittwoch, 3. Oktober 2018, ab 16 Uhr:

Film: „Der Prozess. Eine Darstellung des Majdanek-Verfahrens in Düsseldorf“

Präsentation des preisgekrönten Dokumentarfilms von Eberhard Fechner. Teil 1 „Anklage“ ab 16.00 Uhr, Teil 2 „Beweisaufnahme“ ab 17.45 Uhr, Teil 3 „Urteile“ ab 19.30 Uhr.

Ort: Black Box - Kino im Filmmuseum Düsseldorf, Schulstraße 4, 40213 Düsseldorf

 

Donnerstag, 4. Oktober 2018, 18 Uhr:

Abschlussveranstaltung: Im Schwurgerichtssaal L 111 - Der Majdanek-Prozess und seine Folgen aus der Sicht von Prozessbeteiligten

Klaus Kaiser MdL, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, eröffnet die Veranstaltung.

Im Anschluss Podiumsgespräch mit Wolfgang Weber, Oberstaatsanwalt a.D. und damals Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft, Dieter Hanschel, Rechtsanwalt und damals Pflichtverteidiger, Dr. Philipp Ambach, Internationaler Strafgerichtshof in Den Haag und Sohn des damaligen weiteren Staatsanwalts Dieter Ambach und Prof. Dr. Cornelius Nestler, Professor für Straf- und Strafprozessrecht an der Universität zu Köln; Moderation: Hans Leyendecker (ehem. Investigativ-Journalist der Süddeutschen Zeitung).

Ort: Jüdische Gemeinde Düsseldorf, Paul-Spiegel-Platz 1, 40476 Düsseldorf

 

Alle Veranstaltungen sind öffentlich und kostenfrei. Bei den Veranstaltungen am 24. und 27. September sowie am 4. Oktober 2018 finden Einlasskontrollen statt, für die ein Personalausweis benötigt wird. Für die Filmpräsentation am 3. Oktober 2018 können bei der Black Box - Kino im Filmmuseum Düsseldorf telefonisch Karten reserviert werden (0211/899-2232).